SVS Wappen

SV Sendelbach 1919 e.V.

Chronik

SVS Wappen

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auch Sendelbach von der Sportbegeisterung erfasst. 1905 wurde der Radfahrverein Bavaria Sendelbach und 1919 ein Faustballclub gegründet, aus dem sich der Sportverein entwickelte. Ein Spielfeld für die Faustballer gab es nicht. Man spannte einfach eine Schnur über breite Wege. Noch im Jahre 1919 wurde eine Fußballmannschaft aufegstellt. Der Sportverein hatte keinen eigenen Platz. Es wurden die ersten Stangentore eingesetzt. Trainiert wurde auf derr Ochsenwiese unterhalb des Stadlersees.

Die Wettspiele, zu denen man auswärts mit Pferdefuhrwerken fuhr oder auch mit dem Rad oder der Eisenbahn, waren in der ersten Zeit nur Freundschaftsspiele, da der Verein dem Fußballverband noch nicht angeschlossen war. Beim ersten Heimspiel war der Fußballclub Lohr der Gegner. Kampfarena war eine große Wiese auf dem Neuwiesentrieb Richtung Pflochsbach. Die Stimmung der damals noch rein bäuerlichen Dorfbewohner war, besonders natürlich wegen der unvermeidbaren Flurschäden, gegen den jungen Verein gerichtet. Das ging soweit, daß die Trainingsstunden zeitweise in die mondhellen Nächte verlegt wurden und man sich erst nach einem Wirtshausbesuch zum heimlichen Fußballspiel auf einer vorher vereinbarten Wiese traf. Die Torstangen wurden mitgebracht und anschließend wieder sorgfältig entfernt.

Das Interesse am Verien stieg und damit auch die Mitgliederzahl. 1922/24 wurde der erste Sportplatz mit einer Größe von 60 x 40 m am Buchenberg angelegt. Für die heutigen Verhältnisse sicher ein Miniplatz. Wasser und ein Sportheim gab es nicht. Beim Bau mußte erst der Wald gerodet werden. Josef Stöckl sprengte die Wurzelstöcke und die Mitglieder packten kräftig mit an. Unter der tatkräftigen Mithilfe der Gemeindeverwaltung wurde im Jahre 1934 die erste Umkleidehalle erstellt.

1945 kam auch für den Sportverein Sendelbach der allgemeine Vereinszusammenbruch. Alle Vereinigunge wurden verboten. erst 1947 erfolgte die Wiederbelebung des SVS. 1952/53 wurde der Sportplatz wesentlich verändert und erweitert.1954 gelang der Mannschaft der Aufstieg in die die A-Klasse (Kreisliga), in der man bis 1960 spielte. 1964 erfolgte die Eintragung des Sportvereines in das Vereinsregister. Eine neue Ära für den Verein begann mit dem Bau des Vereinsheimes, das im Sommer 1969 eingeweiht wurde. Dann begann man mit der Planung und der Errichtung eines zweiten Sportplatzes. Wie schon beim Bau des Sportheimes, gingen alle Mitglieder unter der Leitung des 2. Vorstandes Hermann Ruf und nach den Plänen des Vorstandes Raimund Schwab, mit viel Eigenleistung an den zweiten Sportplatz. 1978 wurde er im Rahmen einer zehntägigen Sportwoche und der Stadtmeisterschaft eingeweiht.

Der Verein hat im Jahre 2006, 87 Jahre nach seiner Gründung mehr als 500 Mitglieder. Die Sportanlage am Buchenberg gehört mit zu den schönsten im Umkreis. Seit 37 steht das Sportheim (Renoviert im Jahre 2003/2004) und bereits 28 Jahren können Fußballer zwei Sportplätze nutzen. Früher wurde die Fußballer wegen ihrer so weit außerhalb liegenden Sportanlage belächelt. Heute hat sie das Wohngebiet schon fast erreicht. Nur wenige wissen noch, daß die Vereinsmitglieder nicht nur das Vereinsheim bauten, sondern auch vor vielen Jahren vom Autohaus Rausch(Steinfelderstr.) bis zum Sportgelände Strom- und Wasserelitungen legten.

Ein besonderer Dank an alle, die sich - einige bereits seit Jahrzehnten- um Spiel- und Trainingsbetrieb, Jugendarbeit, Sportanlagen und Vereinsführung verdient gemacht haben.

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